Häufige Fragen
Alles, was du über den Rechner, die Heizkostenverordnung und das CO₂-Stufenmodell wissen möchtest.
Rechtliches & Konformität
Ist die Abrechnung wirklich gesetzeskonform?
Der Rechner setzt die Vorgaben der Heizkostenverordnung (§§ 7–12 HeizkostenV) sowie das CO₂-Kostenaufteilungsgesetz (CO2KostAufG, 10-Stufenmodell) korrekt um. Wichtig: Das Tool ist eine technische Hilfsvorlage — die rechtliche Verantwortung für die fertige Abrechnung liegt beim Vermieter. Wir empfehlen, jede erstellte PDF vor Versand zu prüfen.
Welche Verteilungsschlüssel sind erlaubt?
§ 7 HeizkostenV verlangt einen verbrauchsabhängigen Anteil von mindestens 50 % und höchstens 70 %, der Rest verteilt sich nach Wohnfläche. Übliche Schlüssel sind 50/50, 60/40 und 70/30. Im Sonderfall (z. B. Mehrjahresvergleiche fehlerhaft, Messgeräte defekt) ist auch eine reine Flächenabrechnung temporär zulässig.
Was ändert sich durch das CO2KostAufG?
Seit 2023 müssen Vermieter und Mieter sich die CO₂-Kosten je nach Gebäudeenergiestandard teilen. Es gibt 10 Stufen — je schlechter die Effizienz, desto höher der Vermieteranteil (bis zu 95 %). Der Rechner ermittelt die Stufe automatisch aus den CO₂-Emissionen pro m² und Jahr.
Welche Frist habe ich für die Abrechnung?
Nach § 556 Abs. 3 BGB muss die Heizkostenabrechnung dem Mieter innerhalb von 12 Monaten nach Ende der Abrechnungsperiode zugehen. Wird die Frist versäumt, sind Nachzahlungen ausgeschlossen — der Vermieter bleibt auf den Mehrkosten sitzen.
Was passiert bei Mieterwechsel im Jahr?
Bei unterjährigem Mieterwechsel müssen Grundkosten zeitanteilig verteilt werden und Verbrauchskosten anhand von Zwischenablesungen. Der Rechner unterstützt beliebig viele Mieter pro Einheit mit individuellen Zeiträumen — Lücken zwischen Mietern werden automatisch als Leerstand dem Vermieter zugerechnet.
Abo & Preise
Wie funktioniert das Jahresabo?
Du wählst eines von drei Paketen, das sich nach der Anzahl deiner Wohneinheiten richtet: Basis 49 €/Jahr (bis zu 5 WE), Plus 99 €/Jahr (bis zu 15 WE), Premium 149 €/Jahr (bis zu 25 WE). Die Einheiten kannst du auf beliebig viele Gebäude verteilen. Mit jeder Verlängerung sind automatische Gesetzesupdates (HeizkostenV, CO2KostAufG) und Support inklusive. Jederzeit zum Laufzeitende kündbar — innerhalb der ersten 14 Tage gilt zusätzlich das gesetzliche Widerrufsrecht.
Welches Paket ist das richtige für mich?
Basis (49 €/Jahr) reicht für bis zu 5 Wohneinheiten — typisch für Ein- bis Dreifamilienhaus-Vermieter. Plus (99 €/Jahr) deckt bis 15 Wohneinheiten ab — für kleinere Bestände. Premium (149 €/Jahr) bis 25 Wohneinheiten — für größere Vermieter. Alle Pakete enthalten den vollen Funktionsumfang, unterscheiden sich nur in der Anzahl der Wohneinheiten. Ab 25 WE machen wir dir ein individuelles Angebot.
Was passiert, wenn ich zwischen Paketen wechseln möchte?
Ein Upgrade ist jederzeit möglich — der Preis wird tagesgenau auf den Restzeitraum berechnet. Ein Downgrade wird zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode wirksam. Beides erledigst du in deinen Einstellungen → Abo.
Was ist im Abo enthalten?
Kompletter Nebenkostenverteiler inkl. Betriebs- und Heizkostenabrechnung, automatische CO₂-Aufteilung nach 10-Stufenmodell, unbegrenzt viele Mieter und Abrechnungsperioden, PDF-Export pro Mieter, Mehrjahres-Vergleich, alle gesetzlichen Updates (HeizkostenV, CO2KostAufG, BGB-Rechtsprechung), E-Mail-Support und verschlüsselte Datenspeicherung in einer europäischen Datenbank.
Was, wenn mir der Rechner nicht gefällt?
Innerhalb von 14 Tagen kannst du dein Abo widerrufen — eine E-Mail an unseren Support genügt, ohne Begründung, ohne Rückfragen. Der volle Betrag wird auf demselben Weg erstattet, auf dem du gezahlt hast. Details siehe Widerrufsbelehrung.
Bedienung & Funktionen
Wie lange dauert eine komplette Abrechnung?
Wenn du alle Unterlagen bereit hast (siehe nächste Frage zur Vorbereitung), ist eine Abrechnung für eine 4-Parteien-Wohnanlage in etwa 30 Minuten durchgeklickt. Beim ersten Mal etwas länger, weil du dich an die Felder gewöhnen musst.
Was brauche ich zur Vorbereitung?
Sechs Dokumente reichen aus: Heizkosten-Rechnungen des Jahres (Brennstoff, Wartung, Schornsteinfeger), Zählerstände aller Wohnungen, Wohnflächen aller Einheiten, Mieterzeiträume, Vorauszahlungen pro Mieter und die CO₂-Emission deines Gebäudes (steht meist auf der Brennstoffrechnung).
Kann ich die PDFs anpassen, bevor ich sie versende?
Ja. Die generierten PDFs sind Vorlagen — du kannst und solltest sie vor dem Versand überprüfen. Pro Mieter eine eigene PDF, druckbar oder digital versendbar. Die Verantwortung für die finale Abrechnung gegenüber Mietern liegt bei dir.
Was mache ich bei Zählerwechsel während der Mietdauer?
Im Verbrauchs-Schritt kannst du pro Mieter einen zweiten Zähler hinzufügen. Der Rechner teilt automatisch den Mieter-Zeitraum am Wechseldatum und summiert die Verbräuche beider Zähler für die Abrechnung.
Was tun, wenn keine Verbrauchsmessung möglich ist?
Im Schritt „Verteilung" kannst du den Sonderfall „100 % nach Fläche" wählen — diese Ausnahme ist nach § 9a HeizkostenV in bestimmten Fällen (defekte Messgeräte, fehlende Ablesung) für eine Periode zulässig. Bitte beachte: das ist nicht der Regelfall und sollte nur temporär genutzt werden.
Wie funktioniert die Q-Formel bei verbundenen Anlagen?
Wenn deine Heizungsanlage sowohl Raumwärme als auch Warmwasser bereitstellt (verbundene Anlage), berechnet § 9 HeizkostenV den Warmwasseranteil über die Formel Q = 2,5 × V × (tw − 10) ÷ 1000. Der Rechner hat das eingebaut — du gibst nur die Warmwassertemperatur (üblich 50–60 °C) ein, der Rest läuft automatisch.
Daten & Datenschutz
Werden meine Daten auf einem Server gespeichert?
Ja — deine Eingaben werden verschlüsselt in einer europäischen Supabase-Datenbank (DSGVO-konform, gehostet in Frankfurt) unter deinem Account gespeichert, damit du deine Abrechnung von jedem Gerät aus fortsetzen kannst. Es gibt kein Cross-Tracking, keine Weitergabe an Dritte, keine Werbe-Cookies. Zugriff hast nur du selbst (und im Support-Fall auf ausdrückliche Anfrage wir).
Kann ich meine Daten exportieren?
Ja, jederzeit. Im Rechner findest du einen JSON-Export aller Objekte, Einheiten, Mieter und Kostenwerte — kein Vendor-Lock-in. Zusätzlich kannst du deinen Account (inkl. aller gespeicherten Daten) in den Einstellungen → Datenschutz mit einem Klick löschen.
Funktioniert der Rechner ohne Internet?
Nach dem ersten Laden ja — die App speichert sich im Browser-Cache und funktioniert offline weiter. Deine Änderungen werden synchronisiert, sobald du wieder online bist.
Was passiert mit meinen Daten, wenn ich den Browser oder das Gerät wechsle?
Nichts — da deine Daten in der Datenbank unter deinem Account liegen, kannst du dich einfach auf jedem anderen Gerät einloggen und dort weiterarbeiten. Für zusätzliche Sicherheit kannst du jederzeit einen JSON-Export als Backup ziehen.
Setzt ihr Cookies oder Tracking ein?
Nein — weder Cookies zu Tracking-Zwecken noch Drittanbieter wie Google Analytics oder Facebook Pixel. Technisch notwendige Speicherung (localStorage für deine Eingaben, Session-Token wenn eingeloggt) funktioniert ohne Cookies. Details siehe Datenschutzerklärung.
Sonderfälle
Wie verteile ich Leerstand-Kosten?
Leerstand-Anteile trägt der Vermieter — anteilig nach den nicht vermieteten Quadratmeter-Tagen. Der Rechner erkennt Lücken zwischen Mietern automatisch und rechnet die anteiligen Kosten dem Vermieter zu (Sonderkonto „Vermietersaldo").
Was, wenn ich gewerbliche und private Einheiten im selben Haus habe?
Solange beide Einheitenarten an dieselbe Heizungsanlage angeschlossen sind, behandelt der Rechner sie gleich. Bei stark abweichendem Verbrauch (z. B. Restaurant mit hohem Warmwasserverbrauch) kann eine getrennte Abrechnung der Gewerbeeinheit sinnvoll sein — der Rechner unterstützt das aktuell nicht direkt, du kannst sie aber als separates Objekt anlegen.
Solarthermie oder Wärmepumpe — wird das unterstützt?
Wärmepumpen sind über den Heizungstyp „Wärmepumpe" mit eigenem Emissionsfaktor (0 g CO₂/kWh) abbildbar. Solarthermie als Zusatz wird über den Brennstoff-Energiewert berücksichtigt — vom Gesamtenergieverbrauch wird die solar gedeckte Energie einfach abgezogen. Ein dedizierter Solar-Modus ist in Planung.
Mein Heizungstyp ist nicht in der Liste — was tun?
Wähle „Sonstige" und gib den CO₂-Emissionsfaktor in kg CO₂ pro kWh manuell ein. Der Wert steht in der Regel im Datenblatt deines Brennstoff-Lieferanten oder kann beim Schornsteinfeger nachgefragt werden.
Kann ich Mehrwertsteuer mit ausweisen?
Die HeizkostenV verlangt keine separate MwSt-Ausweisung in der Abrechnung. Bei gewerblichen Mietern, die Vorsteuer ziehen möchten, solltest du die Bruttobeträge in deinen Kostenpositionen verwenden und MwSt separat dokumentieren — am besten in Absprache mit deinem Steuerberater.
Deine Frage ist nicht dabei?
Wir nehmen Vorschläge für weitere FAQ-Einträge gerne entgegen. Schreib uns einfach kurz — wenn die Frage nützlich für andere ist, taucht sie demnächst hier auf.